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Djembe

Die kelchförmige Holztrommel, mit Ziegenhaut (früher mit Antilopenhaut) bespannt, die wir heute allgemein als Djembe kennen, stammt von den Volksgruppen der Malinke und Bambara, aus Westafrika, den heutigen Afrikanischen Ländern Guinea Conacry, Mali, Burkina Faso, sowie der Elfenbeinküste. Die Malinke gelten als die verbürgten Wahrer der authentischen "djembe"- Überlieferung. Die Djembe fungiert als Soloinstrument und als Begleitinstrument des traditionellen Trommelensembles. Das Fell wurde mittels einer aus Fellstreifen gedrehten Schnur gespannt, die jedoch in neuerer Zeit wegen ihrer geringeren Haltbarkeit bevorzugt durch moderne vorgereckte Kunststoffschnüre ersetzt wurde.
Die Djembe wird mit den Händen angeschlagen, wobei durch differenzierte Handstellung auf dem Fell die verschiedenen Klangfarben erzeugt werden. Durch das breite Klangspektrum (tiefer Baß, mittlerer Open und hoher Slap) hat sie im 'globalen' Zeitalter nicht nur in Afrika neue Freunde gefunden, sondern vor allem auch in Europa und Amerika ab den 80'igern einen Popularitätsboom erlebt.



DoumDoum

Die DoumDoums oder Basstrommeln sind mit 2 Kuhfellen bespannt. Traditionell gibt es 3 Grössen : Kenkeni, Sangba und Djunumba. Die DoumDoum wird hauptsächlich als Basstrommelbegleitung der Djembe eingesetzt. Die Doum Doum ist der "Herzschlag" unter den Trommeln.



Buogarabou

Auf den ersten Blick kommt die Bougarabou dem Erscheinungsbild einer Djembe sehr nahe. So ist auch sie mit einem einfachen und verständlichen Schnursystem versehen, mit dem das Stimmen dieses Instruments kein Problem mehr darstellt. Hierbei sind die Schnüre vorgereckt, dies gewährleistet eine lang anhaltende Stimmgenauigkeit. Diese hohe schlanke Trommel ist im südlichen Senegal und in Gambia beheimatet und wird dort zu festlichen Anlässen gespielt. Ihre Form und die Kuhfellbespannung prägen ihren warmen, erdigen Klang, der an den Sound einer Conga erinnert. Das Tonspektrum reicht hier von tiefen, bassigen Klängen bis hin zu hohen, einer kleinen Conga ähnlichen, Tönen. Die spitzen, peitschenden Klänge, die man auf Bongos oder auch auf der Djembe erzielen kann, fehlen hier gänzlich. Der entstehende singende, runde Ton wirkt sehr meditativ und lässt die Hände wie von allein spielen.



Unzweifelhaft erreichen handgefertigte afrikanische Trommeln mit ihrem ureigenen, erdverbundenen Klang die Tiefen unserer Seele wie kaum ein anderes Instrument. Das Spiel mit den Trommeln ist so alt wie die Menschheit selbst. Ein genaueres Studium unserer Ahnengeschichte und des Brauchtums lassen den Schluß zu, daß die Trommeln auch europäische Ur-Instrumente sind und die wohl wichtigsten Reliquien bei Zeremonien und Ritualen waren. Es belebt, erhöht die Lebensfreude und berührt tief in uns unsere Seele. Rhythmuskulturen gibt es auf der ganzen Welt und seit Urzeiten.
Seit einigen Jahren wächst in den europäischen und nordamerikanischen Ländern eine neue Trommelgemeinschaft, die Wiederentdeckung des verlorenen Rhythmus in uns. Hier ist besonders das Handtrommeln sehr populär, weil es ein sehr direkter Zugang zum Rhythmus in uns selbst ist.
Durch die Technologisierung und die rasanten Veränderungen in unserer Gesellschaft entsteht ein Gegengewicht. So wird durch das Trommeln eine Balance hergestellt zwischen den hochentwickelten Wissenschaften, die ins All abheben, und dem Rhythmus, der uns mit dem Boden verbindet. Trommeln und Experimentieren mit Rhythmus weckt Energien und läßt das Leben in seinen Pulsationen spüren. Streß wird abgebaut, die Intuition gestärkt. Die Trommel mit ihrem pulsierenden Schlag wirkt auf subtile und doch direkte Weise auf unser körperliches und seelisches Befinden. Sie eignet sich deshalb besonders gut dazu, sich "spielend" auf lebendige Zyklen einzustellen und mit ihnen zu schwingen.



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